Dr. med. Karl Heinz Kienle · Hausarzt Internist Sportmedizin Notfallmedizin · Koblenz-Ehrenbreitstein
Praxisrundgang

Kunst in der Praxis
Es begann wie Vieles als einmaliges Ereignis. Wir stellten die Praxis als Ausstellungsräume den Organisatoren der Ehrenbreitsteiner Kulturtage zur Verfügung.
Buschmann im Landesmuseum
Im Landesmuseum auf der Festung Ehrenbreitstein findet
man die alte Einrichtung der Brennerei Buschmann im ersten Stock.
Die Geräte standen früher
in einem Schuppen auf dem Hof, das Kontor dort, wo sich jetzt unser Herz-Kreislauf-Labor
befindet.
Das "Buschmann-Haus": Ein barockes Kleinod!
Wir arbeiten in einem wunderschönen im Jahre 1703 vom damaligen
Festungskomandanten wahrscheinlich nach Plänen des Hofbaumeisters Sebastiani
erbauten barocken Doppelhaus. Nach dem frühen Tod des Kommandanten wurden
die beiden Häuser verkauft. Zeugnis seiner Funktion ist eine leider nicht mehr begehbare Dachterasse, auf der einmal eine Signalstation mit Sichtkontakt zur Festung installiert war.
Ein Kompliment an den Fotografen des Bildes hier rechts, die dichte Bebauung des historischen Ortskerns von Ehrenbreitstein ist darauf nicht zu erkennen.
Im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich in diesem Haus eine
Gerberei. Die Haken zum Aufhängen der Felle findet man noch im ca. 580qm
großen Gewölbekeller. Teile dieses Kellers wurden sicher schon vor
1680, dem Jahr der Zerstörung Ehrenbreitsteins, gebaut. Besonderheiten
dieses Kellers sind ein noch funktionstüchtiger mittelalterlicher Brunnen
und sehr frühe elektrische Installationen.
Geprägt wurde das Haus von der Familie Buschmann, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts hier eine Schnapsbrennerei und einen Weinhandel unterhielt. Sie hat dem Haus auch seinen Namen gegeben. Die letzte in Ehrenbreitstein lebende Familie Buschmann wanderte zu Beginn der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts nach Australien aus. Die alte Destillerie ist im Landesmuseum auf der Festung Ehrenbreitstein zu bewundern.
Berühmte Koblenzer wie der Kammerdirektor von Hommer und der Justiz- und Hofrat von Mees wohnten hier. Der französischen Besatzung diente es als Kommandantur.
Das Foto hier rechts muss um 1970 entstanden sein.
Derzeitiger Eigentümer des Hauses ist die Familie Dr. Flörkemeier, die auch im Hause einen medizinischen Fachverlag betreibt. Sie hat 1985 dieses Haus mit viel Liebe zum Detail und großem Fachwissen renoviert. Dabei wurden moderne Praxisräume mit vielen zeitgemäßen technischen Einrichtungen eingebaut ohne des historischen Charakter des Hauses zu zerstören. Die Bebauung des Hofes wurde abgerissen und durch einen großzügigen Parkplatz ersetzt.
Schaut man sich die mit abgebildeten Autos an, so muss dieses Bild wohl um 1970 entstanden sein.
Zur 300-Jahr-Feier des Hauses erhielt ich von Familie Buschmann Fotos
vom Umbau des Hauses im Jahre 1910 und eines vom Hochwasser wahrscheinlich im
Jahr 1920 zusammen mit den Beschreibungen der Bilder.
"Nur" ein paar Details: Das Oberlicht der Hoftür, der Brezel an der Kellertür, Steine, die bei der Restaurierung gefunden wurden. Zumindest diese zwei Steine stammen von der vor Jahrhunderten geschleiften Philippsburg.



