Die Ziele des Gesundheitszentrums "Rechts des Rheins":
Qualifizierte leitlinienorientierte Basismedizin in einer Zeit des demografischen Wandels von Gesellschaft und medizinischer Versorgung

Im "Gesundheitszentrum Rechts des Rheins", dem "Dähler Eck", entsteht ein modernes Zentrum der medizinischen Basisversorgung nicht nur für die rechtsrheinischen Stadtteile, sondern auch für das angrenzende Umland. Den Grundstock stellt eine hausärztlich internistische Praxis mit den zusätzlichen Qualifikationen Notfallmedizin, Palliativmedizin und Sportmedizin. Unter dem gleichen Dach und untereinander vernetzt arbeiten Gynäkologinnen, ein Anästhesist und Schmerztherapeut, ein Zahnarzt, eine Psychotherapeutin, eine Kinderpsychotherapeutin, ein Zahnarzt, ein ambulanter Pflegedienst, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopädinnen. Mit einem professionellen Betreuungsbüro und verschiedenen Fachärzten werden derzeit Gespräche über eine Integration geführt.
Ziel ist, außer der bereits bestehenden Vernetzung mit fachärztlichen Zentren und Praxen in der Innenstadt, weitere Haus- und Fachärzte in das "Dähler Eck" aufzunehmen, damit ein noch umfassenderes Angebot den Menschen wohnungsnah zur Verfügung gestellt wird.
Das Zentrum beantragt derzeit die Weiterbildungserlaubnis für junge Ärzte, die dort einen Teil ihrer Facharztausbildung absolvieren können.

Die Grundgedanken:

Der demografische Wandel macht die hausärztliche Versorgung einschließlich notwendiger Hausbesuche und der qualifizierten Betreuung von Senioreneinrichtungen unverzichtbar.
Diese muss wohnungsnah, leicht erreichbar, möglichst umfassend auf einem hohen fachlichen und organisatorischen Niveau angeboten werden. Alle genannten Anforderungen sind im "Dähler Eck" gegeben.

Auch in der Ärzteschaft kann man einen solchen Wandel beobachten.
Es gibt immer mehr Ärzte, die eigentlich das Ruhestandsalter bereits erreicht haben und deshalb "etwas kürzer treten" möchten. Hinzu kommt, dass mittlerweile die große Mehrzahl der jungen Ärzte Frauen sind, die den Wunsch nach der Vergrößerung ihrer Familie mit ihrer Tätigkeit nur schwer vereinbaren können. Ein Grund für die nachlassende Niederlassungsbereitschaft von Ärzten ist, dass junge Ärzte wie alle anderen Menschen auch, nach geregelten Arbeitszeiten und Sicherheiten, wie zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder den Erhalt des Arbeitsplatzes bei Schwangerschaft und Erziehungsjahr streben und ein unselbständiges Arbeitsverhältnis den Risiken einer selbständigen ärztlichen Tätigkeit vorziehen.
Dies soll im Dähler Eck, genauso wie die Weiterbeschäftigung nach Abgabe oder Einbringen der eigenen Praxis in das Gesundheitszentrum in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen oder als Angestellte im Miteigentumsverhältnis ermöglicht werden.

Die derzeitigen Abläufe in der ambulanten Versorgung dauern wegen der Wartezeiten auf Facharzttermine und Termine bei nichtärztlichen Therapeuten derzeit oft unerträglich lange. Die Vernetzung, bevorzugt innerhalb des Zentrums, aber auch mit externen Zentren wird deshalb ausgebaut und optimiert. Kurzfristige Termine werden vorgehalten. Der Zeitumfang des Sprechstundenangebotes soll auf die Zeiten, in denen kein Notdienst vorgehalten wird, ausgedehnt werden.

Zu Zeiten der allgemein verfügbaren Informationen im Internet und in Buchform gibt es immer mehr teilinformierte und in kleinen Bereichen auch überinformierte Patienten, die aber leider wegen fehlendem Basiswissen oder Unvollständigkeit und der Widersprüchlichkeit der Informationsfülle immer verunsicherter und ängstlicher werden.
Dieser Situation soll mit einem Kurs- und Informationsangebot begegnet werden. Hierzu gehören nicht nur Wissensangebote zu verschiedenen Krankheiten, sondern auch konkrete Hilfen für chronisch Kranke, Präventions- und Rehabilitationssport in den Räumen der physiotherapeutischen Praxis.
Auch allgemein nützliches Wissen, wie zum Beispiel Erste Hilfe und Herz-Lungen-Wiederbelebung, Suchtprävention und spezielle Gymnastikangebote sollen dieses Angebot ergänzen.