Meine Musik hören:
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Es liegt in den Genen...
Vater und Bruder leiteten und leiten Spielmannszüge, auf dem Hochzeitsfoto
trägt Opa Emil stolz die Uniform des Tambourmajors, seine frisch gebackene
Ehefrau Emilie ist Klavierlehrerin und war Witwe des Bruders von Erika Köth.
Sie stammt auch aus einer sehr musikalischen Familie: Der Großvater Pastor
und Orgelfachmann der hessen-nassauischen Kirche und dessen Vorfahren Kantoren
im Oberhessischen.
Was Wunder, dass auch ich den Weg zur Musik fand. Vater sah es nicht so gerne.
"Du sollst für die Schule lernen!" Und was machte der Sohn? Er
ging zur "Konkurrenz", dem einzigen erreichbaren Orchester, das Vater
nicht dirigierte. Dort hatte man nur noch eine ungenutzte Posaune hinter einem
Vorhang, also lernte der Junge Posaune. Vater übersah, oder besser überhörte
das, bis ihm bei meinem Suchen nach den richtigen Tönen einmal der Kragen platzte, er
ins Zimmer stürzte: "Gib mir mal das Ding: So macht man das...!"
Später als junger Medizinstudent in Kiel beim Musikkorps der FT Vorwärts
(dem heutigen Fördeblasorchester) mit strenger Hand weiterentwickelt durfte
ich dann in den Semesterferien sein Orchester verstärken.
Der Wechsel des Studienortes nach Würzburg brachte mich dann für knappe
3 Jahre zur "Trachtenkapelle Burggrumbach", die aber weniger fränkisch
Volkstümliches als viel mehr fröhliche Tanzmusik machte.
In Koblenz angekommen war dann bis auf die Teilnahme an Karnevalszügen
- unkenntlich und mit den verrücktesten Instrumenten - zunächst mal
große Pause.
Bis dann 1989 die sich jährlich wiederfindenden Karnevalsmusiker beschlossen
sich auch außerhalb der fünften Jahreszeit zum Musizieren zu treffen.
Die Stonehead Stompers waren geboren.
Jazz ist ein Lebensgefühl
Die Formationen...
Mehr als 22 Jahre gehörte ich den Stonehead Stompers an, für die "gute Laune und starke Sprüche" zum Markenzeichen wurden. Daneben noch Musik in anderen Bands, zwölf Jahre bei ""Udo and the Jazzdoctors", einer Ärztejazzband, der "Deep River Blues Band" und anderen Formationen.
Eine besondere Erfahrung ist die Musik bei den Schlaraffen, bei denen sich professionelle hochkarätige Musiker mit begeisterten Amateuren wie mir mischen. Ohne Dünkel in verschiedenen Genres zu musizieren, auch mit dem fröhlichen Recht, einmal daneben zu liegen - das macht nur noch Freude!
Jazz bedeutet für mich Lebensgefühl und damit stete Entwicklung, Reflektion und Selbsteinschätzung. Wenn man als Jazzmusiker feststellt, dass man der Einzige in einer Gruppe ist, der die Weiterentwicklung vorantreiben und die ständigen Selbstzitate beenden will, aber deshalb von Lernresistenten unter einem zwischen "Freunden" üblichen Niveau angegangen wird, dann sollte man nach einem Neuanfang suchen.
An diesem Punkt bin ich gerade und ich bin sicher, bald mit anderen Musikern regelmäßig zusammen zu spielen. So lange werde ich hier und da einfach mal mitmachen und zu Hause den "Schrotthaufen" in Bewegung halten.
Musik schafft Freunde























